Ein Bartmannskrug mit Hilfe der Lupe gearbeitet.
Ein nur 10 mm großer Bartmannskrug mit 2 mm Bart am Krug.
Ein Bartmannskrug mit Hilfe der Lupe gearbeitet.
Ein Bartmannskrug mit Hilfe der Lupe gearbeitet.  ...der Größenunterschied der Bartmannskrüge Ein nur 10 mm großer Bartmannskrug mit 2 mm Bart am Krug.
 ...der Größenunterschied der Bartmannskrüge Ein nur 10 mm großer Bartmannskrug mit 2 mm Bart am Krug.
Der Bartmannskrug, alte Handwerkskultur der ehemaligen Töpferstadt Frechen.  ...der Größenunterschied der Bartmannskrüge

Ein Bart am Krug

Viele Jahrhunderte zählt in der Region um Frechen in Tradition, Bartmannskrüge aus Ton zu fertigen. Krüge in jeder Größe und für viele Zwecke, versehen mit einem Gesicht und dem obligatorischen Bart, wanderten über lange Zeit von Frechen aus in die Welt. Mehl, Getreide, Öl oder Wein, je nach Verwendungszweck benutzte man große oder kleine Behältnisse, und je nach Art der Vorräte fiel die Form der Öffnung aus.
Erdtmann setzt die traditionelle handwerkliche Fertigung dieses markanten Gebrauchsgegenstandes fort, er macht den tönernen Bartmannskrug zum Kunstobjekt. Seit 1972 versucht er, diese handwerkliche Tradition mit dem Zeitgeist des 20. Jahrhunderts zu versehen, so dass die Töpfertradition aus Frechen, durch Ihn auch Relikte aus dem 20. Jahrhundert hervorbringt.
Erdtmann ist selbst notorischer Bartträger. Ob er sein Konterfei je für einen seiner Krüge benutzt hat, will er aber nicht verraten. So entstehen neue Krüge im bartmännischen-erdtmannschen Design aber immer etwas anders. "Das hat Methode", sagt Erdtmann, der gerade damit beschäftigt ist, einen nur fingernagelgroßen "Krug" mit Zahnarztwerkzeugen von Keramikresten zu säubern. Die Tonkrüge aus dem Hause Erdtmann sind alle größer als diese Miniaturausgabe, die eigentlich ein Schmuckstück ist.
Warum da ein Bart am Krug ist, weiß heute keiner mehr so ganz genau. Es ist das Markenzeichen der Krüge, die in Frechen gefertigt wurden. Allerdings erzählt der Volksmund zwei Geschichten. Die eine berichtet vom Gesellen, der mit dem Gesicht auf dem Krug seinen Meister ärgern wollte. Die andere berichtet vom Töpfer der sein Portrait auf den Krug ritzte, vielleicht als Markenzeichen? In Form und Farbe festgelegt wurde die Gebrauchskunst bekannt, und zwar als Kölner Erzeugnis. Deshalb nennt man die Farbe der gebrannten Krüge bis heute kölschbraun.

Der Keramiker Waldemar Erdtmann pflegt dieses alte Handwerk nicht als Replik, sondern mit zeitgemäßer Formgebung. Der Keramiker Waldemar Erdtmann pflegt dieses alte Handwerk nicht als Replik, sondern mit zeitgemäßer Formgebung. Der Keramiker Waldemar Erdtmann pflegt dieses alte Handwerk nicht als Replik, sondern mit zeitgemäßer Formgebung. Bartmannskrüge wurden auf dem Handels-
weg von Köln über die Niederlande in alle Welt getragen. Im Jahre 1986 wurde auf einer Auktion bei Christie's eine Stein- zeugflasche mit aufgelegter Bartmaske versteigert. Dieser Bartmannskrug stammt aus der "Geldermalsen", die auf dem Seeweg von China nach Europa 1752 im Südchinesischen Meer auf ein Riff gelaufen war.
(Bild rechts aus: museum, Keramikmuseum Frechen, Westermann Verlag, S. 75, Flasche Frechen, um 1750)
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Auch die Gießtechnik für Gefäßobjekte wird im Atelier beherrscht. Hier das Befüllen der Form mit flüssigen Ton. Auch die Gießtechnik für Gefäßobjekte wird im Atelier beherrscht. Hier das Befüllen der Form mit flüssigen Ton.  ...das entleeren der Form  ...das entleeren der Form weiter Einzelstücke
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